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Der Mond bedeckt Saturn, Venus und Siebengestirn  -  2007
 
Fotografische Beobachtungen des HTT-Teams  

Saturnbededckung  © Uwe Pilz.

Saturnbedeckung am 22. Mai 2007

Im Land der Schwarzen Elster war an diesem Abend nichts zu machen, auch weiter südlich stand Martin Fiedler in Radebeul unter tiefen Gewitterwolken.
Mehr Glück hatten Sternfreunde im Raum Halle-Leipzig, die zumindest den Austritt des Ringplaneten verfolgen konnten:

Aufnahmen von Uwe Pilz in Leipzig
am 320/1.400mm Ninja-Dobson, afokal mit Kompaktdigitalkamera Nikon Coolpix 4600.

Der gewaltige Sprung in der Entfernung der beiden Himmelskörper wird auch durch die sehr verschiedene Flächenhelligkeit von Mond und Saturn deutlich.
Die Wolkenbänder der Saturnatmosphäre reflektieren 10-mal besser als das dunkle Lava-Gestein unseres Mondes (mittl. Albedo Saturn 70%, Mond 7%), doch da der Herr der Ringe schon recht sonnenfern seine Bahn zieht, bekommt er deutlich weniger Licht ab und wirkt somit merklich dunkler als der Erdtrabant.




 
Der Mond flirtet mit der Liebesgöttin

Unser Mond ist in diesem Jahr so 'bedeckungswütig' wie selten zuvor: er überstreift fast alles, was sich in Ekliptiknähe aufhält und das teilweise sogar mehrmals:   Venus + Mars + Saturn + Regulus + Plejaden + Praesepe...
In den Nachmittagsstunden des 18. Juni kreuzte unser innerer Planetennachbar die scheinbare Mondbahn - am Tageshimmel zwar, aber bei der Helligkeit der Venus tat dies keinen Abbruch.  Im Gegenteil: für viele war es ein besonderes Erlebnis, die Venus mit bloßem Auge mal am Tageshimmel zu sehen. Theoretisch geht das ja immer, denn sie hebt sich recht deutlich vom Hintergrundblau des Himmels ab - wenn man genau weiß, wo man sie suchen muss. Aber das war an diesem Montagnachmittag Dank des nahestehenden Mondes kein Problem.
Allerdings wurde es - wie bei den vorhergehenden lunaren Bedeckungsmanövern - wiederum ein Kampf um die Wolkenlücken...

Und hier nun die Foto-Dokumentation unseres Teams vom 18. Juni 2007:

Venusbedeckung © Uwe Pilz

© Uwe Pilz

"Glückspilz" wurde Uwe auch in Anspielung auf seinen Namen im Venus- bedeckungsthread des Astrotreffs genannt, was man aus unserer Sicht nur bestätigen kann, denn er ist wohl das einzige Teammitglied, welches fast alle Highlights der letzten Zeit (insbes. sämtliche Planetenbedeckungen durch den Mond) verfolgen konnte.
Klimatologisch ist dieser Sachverhalt indes einfach erklärbar, die Region zwischen Leipzig und dem Thüringer Becken liegt auf der Leeseite mehrerer Mittelgebirge ist es damit Deutschlands regen- und wolkenärmstes Gebiet.
Diesmal gelangen Uwe mit seinem Intes-Sechszöller (Mak.-Cassegr.) wieder einmal wirklich beeindruckende Schnappschüsse (siehe auch unten seine Aufnahmen der Saturnbedeckung!) - vielleicht wird aus dem leidenschaftlichen visuellem Beobachter doch noch ein 'richtiger' Astrofotograf ??... ;-)


Venusbedeckung © Ralf Hofner

© Ralf Hofner

Im Süden Brandenburgs war zwar viel Azurblau am Himmel, aber leider zu den entscheidenden Zeiten nicht an der passenden Stelle. :(
Erst einige Minuten nach dem Austritt konnte der mit Minus-Violett-Filter bestückte Camcorder am kleinen Zeiss-Refraktor die noch mondnahe Venus aufzeichnen.
Interessant sind dabei die Helligkeitsunterschiede auf der Sichel, die auch im unbearbeiteten Video-Live-Bild deutlich hervortreten.
Bei Nichttageslicht-Aufnahmen der Venus wird diese wohl oft zu intensiv belichtet, hier jedoch zwang das helle Tageshimmelstreulicht zur drastischen Belichtungszeitverkürzung + Graufiltereinsatz (ND=2), somit werden am Terminator die helleren Polbereiche gut sichtbar hohe, seitlich von der Sonne beschienene Wolken; siehe dazu rechts oben das gezoomte Bild der Venus).

 

  Übrigens:  vor drei Jahren - auch im Juni - und ebenfalls am Tageshimmel - gab es schon einmal ein interessantes Spektakel mit Lady Venus in der Hauptrolle -
  hier gehts zum Bericht vom
8. Juni 2004

 
Die Kraterkugel durchwandert das Siebengestirn

Am Morgen des 7. August 2007 bedeckte der Mond (wieder einmal) die Plejaden.  Solche Konstellationen sind optisch dann besonders reizvoll, wenn sie bei sichelförmiger Phase mit aschgrauem Licht stattfinden.  Diese Voraussetzungen waren zwar gegeben, jedoch behinderten Schleierwolken an einem leider recht dunstigem Sommermorgen erheblich die Beobachtungen. Was umso ärgerlicher war, als dass die Wölkchen sich fast nur über dem Osthorizont - also in Richtung von Mond und M 45 aufhielten - während der übrige Himmel recht klar war...

zur vollen Auflösung bitte in das Bild klicken.

Der Eintritt von Alcyone und der übrigen hellen M45-Sterne konnte ich nur visuell verfolgen, milchige Stratosphärewolken behinderten die Sicht erheblich, so dass einigermaßen attraktive Aufnahmen zunächst unmöglich waren.
Erst beim Austritt gab es einige wolkenfreie Abschnitte - immer noch war es merklich dunstig - aber zumindest diese Bilder kamen dann zustande.


zur vollen Auflösung ins Bild klicken

Die Aufnahmen erfolgten fokal am TMB-Apochromat 105 f/6.2 mit der Canon 350 D, bei ISO 100 1/3 sec (links) bzw. 4 sec (rechts) belichtet. Bildbearbeitung mit Fitswork und Adobe Photoshop.

Zur Großversion bitte jeweils ins Bild klicken.       © Ralf Hofner

 

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